Lebensqualität durch Nähe - LQN

Herausforderungen und Lösungsansätze im ländlichen Raum

Der ländliche Raum befindet sich in einem tiefgreifenden Veränderungsprozess.
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, der demografische Wandel und die geänderten Ansprüche an die Gestaltung des sozialen Umfeldes sowie der gestiegene Wunsch nach Partizipation im und Identifikation mit dem Ort, bringen neue Herausforderungen mit sich.
Für die spezifischen Herausforderungen in den ländlichen Gemeinden braucht es passgenaue Lösungsansätze, die mithilfe des dorfeigenen Wissens und dem Gedankengut der BürgerInnen selbst evaluiert werden.

Herangehensweise durch Spes

Gelebte Selbstorganisation und Selbstwirksamkeit

  • BürgerInnen werden ernst genommen und Bedürfnisse sowie Interesse verstanden
  • Kommunikation ist klar, offen und wertschätzend auf Augenhöhe
  • Transparenz im Prozess und Zugang zu Information ist gewährleistet
  • Alle haben gleiche Einflussmöglichkeiten, es herrscht Chancengleichheit
  • Frühzeitige Beteiligung und genügend Zeit und Raum, um sich einzubringen sind vorrausgesetzt

Ein enges Miteinander und der Austausch innerhalb und zwischen der Gemeinde, dem Gemeinderat und der Verwaltung wird angestrebt. Menschen engagieren sich außerdem freiwillig, und organisieren sich und ihre Projekte selbst. Die Gemeinde, die Bürgerinnen und Bürger, entscheiden, wie viele und welche Projekte umgesetzt werden. Damit bewahren wir einen individuell angepassten und engpassorientierten Nutzen, den BürgerInnen aus intrinsischer Motivation von sich für sich selbst schaffen.

Spes nimmt dabei eine moderierende, Rahmen schaffende und fachmännisch unterstützende Rolle ein. Wir organisieren die ersten Treffen, geben Raum für Ideen und stellen den Kontakt zu Praxisexperten her. Nach und nach geht der Prozess in die Hände der BürgerInnen selbst über, und wird so direkt aus deren Ideen, Wünschen und Sehnsüchten erwachsen. Der LQN-Prozess ermutigt und ermächtigt die Menschen einer Gemeinde, ihren Lebensraum aktiv mitzugestalten. Das Erlebnis, Verantwortung für sich und die Gemeinschaft zu übernehmen, bestärkt BürgerInnen dabei sich einzubringen. Jeder bekommt die Möglichkeit daran aktiv mitzugestalten, unabhängig davon ob er Bürgermeister, Vereinsmitglied oder einfacher Bürger ist.

Um eine Stärkung der Lebensqualität in einem Ort zu erzielen sind die BürgerInnen selbst die wichtigsten „Informanten“, denn Sie wissen meist am besten, was in der Gemeinde fehlt, und was es bräuchte, um die Lebensqualität des Einzelnen oder der Gemeinde zu aufzuwerten. Dieses Wissen und die antreibende Sehnsucht nach einer Vision zur Verbesserung der Lebensqualität Einzelner Bewohner, ob alt oder jung, ist es, was den Prozess im eigentlichen Sinne vorantreiben wird. Die engagierte Beteiligung und das gemeinsame Schaffen bestimmt letztendlich, wie gut die Umsetzung erfolgt.

Lebensqualität ist schwer messbar, allerdings ergab sich nach einiger Zeit ein Muster, nach dem sich verschiedene Ebenen, auf denen Lebensqualität entstehen und sich verändern kann, herauskristallisierten. Demnach wurden 9 Lebensbereiche ermittelt, die nach unserer Erfahrung hilfreich waren, um uns im Rahmen des Prozesses orientieren zu können. Je nach individuellen, ortsspezifischen Ansprüchen und Gegebenheiten können sich die Projekte dann im Rahmen dieser unterschiedlichsten Bereichen der Daseinsgrundformen entwickeln.

LQN-Prozessablauf

In einem modernen und strukturierten Prozess (ca. 1,5 – 2 Jahre) gestalten BürgerInnen aktiv ihren Lebensraum. Sie entwickeln Projekte zur Stärkung der Lebensqualität in ihrer Gemeinde und setzen diese gemeinsam mit Verantwortungstägern, Praxisexperten und anderen Akteuren gemeinsam um. Duch regelmäßige Treffen der sogenannten Kernteams wird der Fortschritt des Prozessablaufs sichergestellt und reflektiert.

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