Kirchliche Gebäude prägen Orte, Erinnerungen und Gemeinschaften - doch viele dieser Räume stehen vor einer offenen Zukunft.
Inmitten von Veränderung liegt eine große Chance: Kirchen, Pfarrhäuser und Gemeindesäle können zu neuen Orten des Miteinanders werden – zu Räumen für Begegnung, Unterstützung und gemeinsames Leben im Dorf und in der Region.
Das Modellprojekt „Potenziale kirchlicher Gebäude entdecken – kooperativ, regional, sozialraumorientiert“ macht Mut, diesen Wandel aktiv zu gestalten. Es zeigt, wie kirchliche Gebäude bewahrt und zugleich neu belebt werden können – getragen von Kooperation, regionaler Verantwortung und dem Blick auf die Bedürfnisse der Menschen vor Ort.
Gerade im ländlichen Raum können frei werdende kirchliche Gebäude zu tragenden Orten der Daseinsvorsorge und des sozialen Zusammenhalts werden. Sie bieten Raum für Wohnen, Begegnung, Nahversorgung und bürgerschaftliches Engagement. Gleichzeitig bleiben sie Teil des Ortsbildes und der lokalen Identität – nicht als Relikte der Vergangenheit, sondern als lebendige Orte für die Zukunft.
Damit solche Entwicklungen gelingen, braucht es neue Wege der Zusammenarbeit. Kirchengemeinden, Kommunen, Zivilgesellschaft und Wirtschaft sind eingeladen, Verantwortung zu teilen, über Gemeindegrenzen hinweg zu denken und gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln. Interkommunale Kooperationen, intersektorale Partnerschaften und multifunktionale Nutzungskonzepte eröffnen dabei neue Spielräume – fachlich, finanziell und organisatorisch.
Das Modellprojekt unterstützt diesen Prozess auf zwei Ebenen. Landesweit macht es Wissen sichtbar, sammelt Erfahrungen aus erfolgreichen Projekten und bereitet Good-Practice-Beispiele auf. Über eine Online-Veranstaltungsreihe, einen regelmäßig erscheinenden Newsletter und die SPES-Website werden Impulse, Fachwissen und konkrete Handlungsansätze zugänglich gemacht – für alle, die kirchliche Gebäude neu denken wollen.
Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist die Online-Veranstaltungsreihe zur (Um-)Nutzung kirchlicher Gebäude. Sie bringt Menschen aus Kirche, Kommune, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und weiteren Bereichen zusammen, öffnet Denk- und Erfahrungsräume und macht sichtbar, was andernorts bereits gelingt. Die Veranstaltungen verbinden fachliche Impulse mit Praxisbeispielen und zeigen konkrete Wege auf – von ersten Ideen bis zu tragfähigen Umsetzungsmodellen.
Start ist Mitte April - Anmeldung hier: www.kpunktland-drs.de/potenziale-kirchlicher-gebaeude
Die Themen und Beschreibungen der einzelnen Termine können Sie hier nachlesen: (→ PDF-Download)
Begleitend dazu wird es regelmäßige Informationen geben, die die zentralen Fragen und Erkenntnisse des Projekts aufgreifen und weiterführen. Erfahrungen aus langjähriger Projektarbeit werden gebündelt, Best-Practice-Beispiele und praxisnahe Hinweise und unterstützt Akteur:innen dabei, eigene Prozesse vor Ort weiterzudenken und ins Handeln zu kommen.
Regional wird dieser Ansatz in der Schwerpunktregion Breisgau-Markgräflerland vertieft. In Veranstaltungen, Exkursionen und Qualifizierungsangeboten für engagierte Multiplikator:innen entsteht ein Regionales WIRKnetz. Es schafft Raum für Austausch, Vertrauen und gemeinsames Lernen – und erhöht die Chance, dass aus Ideen konkrete kooperative Entwicklungsprozesse vor Ort werden.
So verbindet das Projekt Inspiration mit Umsetzung, Wissen mit Beziehung und Vision mit Praxis – und lädt dazu ein, kirchliche Gebäude gemeinsam als Räume für Zukunft zu entdecken.
Projektträger:
SPES e.V.
Projektleitung: Ingrid Engelhart
info@spes.de
+49 761 5144244
Laufzeit: Oktober 2025 bis Dezember 2026
Förderung:
Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und
Verbraucherschutz Baden-Württemberg
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SPES e.V.
Okenstr. 15
79108 Freiburg
Tel.: 0761 / 5144 244
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