In vielen ländlichen Gemeinden hat sich die Infrastruktur stark verändert: Gasthäuser, Geschäfte sowie Post- und Bankfilialen schließen, wichtige Treffpunkte gehen dadurch verloren.
Menschen unterschiedlicher Generationen, Herkunft oder sozialer Hintergründe treffen sich seltener – Einsamkeit und Kontaktarmut nehmen zu. Gerade solche alltäglichen Begegnungen sind jedoch lebenswichtig für gesellschaftlichen Zusammenhalt und eine starke Demokratie.
Hier setzen „Dritte Orte“ an – ein Konzept des Soziologen Ray Oldenburg. Neben dem Zuhause und Arbeitsplatz braucht es für alle zugängliche, einladende Wohlfühlorte, an denen Menschen miteinander ins Gespräch kommen, kreativ werden oder gemeinsam aktiv sind. Sie stärken Zugehörigkeit und das lokale Miteinander.
Dorfcafé, Co-Working-Space, Werkstatt, Ladenfläche oder Veranstaltungssaal – Dritte Orte können vieles gleichzeitig sein.
Sie verstehen sich als Experimentier- und Lernorte für neue Erfahrungen und Zukunftsgestaltung und sind nicht unbedingt fest an Räumlichkeiten gebunden.
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